Change als Chance

Was wäre, wenn Mitarbeiter in Change-Prozessen auch Chancen für sich selbst sehen und den Change aktiv und konstruktiv mitgestalten würden?

Kaum stellt man einen Begriff wie „Umstrukturierung“ oder Ähnliches in den Raum, schon schlägt einem eine Mischung aus Angst und Widerstand entgegen. Und das ist nachvollziehbar, denn wer wird denn schon gerne über seinen Kopf hinweg verändert, ohne zu wissen, wohin die Reise geht?

Change the Change

Doch muss das so sein? Warum nicht den Change-Prozess mit den Mitarbeitern gemeinsam entwickeln?

Die Vorgehensweise, Mitarbeiter aktiv mit einzubeziehen, macht immer mehr Schule. Mit gutem Grund: Denn wo sonst könnte ein Unternehmen mehr Ideen und Fachkompetenz bekommen als von den Menschen, die tagtäglich die Praxis des Unternehmens leben?

Ein weiterer, wesentlicher Faktor ist, dass durch die aktive Einbeziehung auch Transparenz und Orientierung sehr gut hergestellt werden können. Und das vermittelt Sicherheit und Wertschätzung.

Denn spätestens jetzt, im Zeitalter von Industrie 4.0, Agilität, Selbstführung und Fachkräftemangel sollte uns klar sein, dass die Wirtschaft und die Mitarbeiter nicht mehr so „ticken“, dass von oben alles entschieden und hingenommen wird. Mitarbeiter sind wertvolle Mit-Denker. Nicht zuletzt deshalb bilden viele Unternehmen inzwischen ihre eigenen, internen Change Agents aus.

Lust auf Neues

Eine gewisse Stabilität, Orientierung und Transparenz sind Schlüsselfaktoren, die Mitarbeiter brauchen, um sich in einem Change-Prozess sicher fühlen zu können. Und wer zu Beginn eines Change-Prozesses Sicherheit und Vertrauen schafft, der schafft damit die Basis, auf der Lust auf Neues auch bei den Mitarbeitern wachsen kann.

Auch das ist eines der Argumente dafür, Change-Prozesse nicht oder nicht nur durch externe Berater durchführen zu lassen, sondern durch interne Change Agents.

Unser Fazit: Wer interne Change-Agents ausbildet, plant langfristig: Change Agents begleiten im Idealfall nicht nur eine Umstrukturierung. Sondern sie bilden die Fähigkeit aus, Visionen in handlungsleitende Konzepte zu verwandeln und umzusetzen.

 

Teilen

Sabine Fuelber

Weitere Beiträge von Sabine Fuelber

Ähnliche Beiträge

Kommentar abgeben

1 Kommentar

    • Michelbrink

      Vielen Dank für diesen interessanten Blickwinkel.

      Bei unserer Tätigkeit in der Veränderungsbegleitung und Beratung erleben wir das immer wieder:
      Wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter aktiv in Veränderungsprozesse mit einbindet, wird oft eine Menge kreative Energie freigesetzt, von der bis dahin niemand etwas ahnte.
      Woran liegt das?
      Durch die aktive Einbeziehung wird auch Wertschätzung ausgedrückt. Menschen fühlen sich gebraucht und können aktiv verbessern, was sie vielleicht schon immer gestört hat.
      Wie in dem Artikel bereits ausgeführt wurde, sehen diejenigen, die den Job täglich tun, worauf es ankommt, wo es hakt und was zu verbessern wäre. Wenn Sie die also fachlichen Spezialisten Ihres Unternehmens in Ihre Veränderungsprozesse mit einbinden, gewinnen Sie Einsichten und oft sehr pragmatische Lösungen.
      Change Agents sind unter anderem genau dafür qualifiziert: Die Mitarbeiter in der Breite abzuholen, die Ideen aufzunehmen, zu vernetzen und strukturiert in den Prozess mit einfließen zu lassen.
      So kann ein Veränderungsprozess wirklich zu einer ganz neuen Chance werden. Denn Menschen bewahren, was sie selbst entwickelt haben und tragen so die neuen Prozesse aus einer ganz anderen Haltung heraus mit.
      Udo Michelbrink
      Director Change International Ltd.

Senden Sie uns einen Kommentar