Trainieren Sie noch oder wirken Sie schon?

„Das klassische Training ist tot!“ Sagt ausgerechnet der Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches, kurz BDVT – und das bei der Verleihung des BDVT-Trainings-Preises 2017.

Das Zitat geht weiter: „…vielmehr tragen die Weiterbildungsanbieter dazu bei, dass die Unternehmen gut durch die Welt kommen – mit verzahnten und vernetzten, gleichwohl sehr individuellen und nachhaltigen Konzepten“. Quelle: Trainingaktuell 10/2017

Dem passionierten Trainer spricht das aus der Seele. Stefan Häseli setzt bei eben jener Preisverleihung noch eins drauf: „Ein Konzept ohne Coaching ist wie ein iPad ohne Touchscreen“. Das spricht Bände und rückt gleich zwei augenscheinlich widersprüchliche Aspekte in den Fokus: Menschlichkeit und Digitalisierung.

Was bedeutet das für uns Trainer?

Diese Zitate spiegeln unsere Praxiserfahrung wider. Wir fassen unsere Erkenntnisse für Sie zusammen und zeigen auf, wo derzeit echte Chancen für Trainer und Coaches liegen.

Wenn Sie Trainer sind, weil Sie schon immer etwas damit bewirken wollten, oder weil Sie mit Menschen arbeiten und die Nase vorn haben wollen, wenn Sie den Erfolg ihrer Arbeit sehen wollen, statt mit dem einen oder anderen One-Timer gelangweilte Mitarbeiter zu unterhalten, dann haben wir gute Nachrichten für Sie:

Die aktuellen Anforderungen des Marktes bergen Chancen in Hülle und Fülle und lassen die Trainer-Herzen höher schlagen. Gefragt ist vor allem die Wirkung des Trainings. Außerdem Vielfalt, Kreativität, Praxisnähe, Langfristigkeit und – nicht zuletzt – digitale Varianten, die auch uns in die Lage versetzen, mehr Aufträge anzunehmen, da viele Reisezeiten einfach wegfallen.

Herausforderungen und Chancen

Return on Education (ROE)
…ist eines der neuen Zauberwörter: Auftraggeber wollen die Wirkung ihrer Investitionen sehen. Das ist zum einen konsequent und zum anderen beschert es uns neue Chancen:

  • Da das Interesse hoch ist, wirkungsvolle Trainings einzukaufen, ist nun auch eine hohe Bereitschaft für viele wichtige Elemente gegeben: Trainings werden dezidiert geplant und auf die Bedarfe des Unternehmens zugeschnitten.
  • Teilnehmer können und sollen aktiv in die Pflicht genommen werden. Multiple Lernpfade sind gefragt, die auch aktives „Learning on the Job“ abbilden und einfordern.
  • Gut fürs Trainer-Herz: Die Zeiten der „Berieselungs-Trainings“ für Mitarbeiter sind vorbei. Ebenso der frustrierende Umstand, dass Trainingsinhalte oft auf Begeisterung stoßen, aber dann auf Unternehmensseite kein Raum für die Umsetzung gegeben wird.
  • Gut für alle beteiligten Geldbeutel: Unser Praxistipp zum ROE: Die digitale Welt bietet uns tolle Möglichkeiten, um den ROE schon bei der Konzeptionierung mit dem Auftraggeber zu ermitteln und die Maßnahmen entsprechend zu planen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Apps von LS-S, Leadership-Support.

„. . . verzahnte, vernetzte, individuelle und nachhaltige Konzepte“

  • Vielfältige Kompetenzen sind gefragt: Training auf verschiedenen Hierarchie-Ebenen, Moderation, Coaching, virtuelle Begleitung und vieles mehr – der Kreativität und dem Methodenkoffer sind kaum Grenzen gesetzt. Dank der Virtualität werden sogar die Grenzen von Zeit und Raum immer kleiner.
  • Für umfassende Konzepte ist professionelle Trainingsarchitektur unerlässlich – und wird bezahlt.
  • Praxistipp: Als Grundlage für maßgeschneiderte Trainingskonzepte brauchen Sie verschiedene valide Informationen aus dem Unternehmen und über die Mitarbeiter bzw. Teilnehmer.  Je einfacher und günstiger Sie diese anbieten können, desto besser. Zertifizierungen für ausgewählte Tools sind „Joker“ für Ihr USP. Wie immer sollten Sie hier vor allem auf Qualität und Sicherheit achten.

Menschlichkeit und Digitalisierung: Coaching als Bestandteil für Trainingskonzepte

  • Durch die Industrie 4.0 sind nicht nur die technischen Möglichkeiten weit fortgeschritten, sondern auch die Offenheit für virtuelle Zusammenarbeit. Das wirkt auch auf Trainings und Coachings. Die Chancen sind bereits angeklungen: Durch virtuelle Begleitung können einzelne Trainer und Coaches weit mehr Aufträge annehmen und gleichzeitig ihre Teilnehmer und Klienten viel umfangreicher, näher und direkter begleiten.
  • Menschliche Begleitung ist gefragt. Und damit eine weitere Kompetenz unserer Branche: Coaching. Trotz oder gerade wegen der virtuellen Welt und Zusammenarbeit auf Distanz, rücken Menschen wieder in den Fokus. Das allerdings nicht nur aus „purer Menschlichkeit“, sondern auch weil die Anforderungen an Einzelne immer höher werden. Gerade an Führungskräfte, aber auch an Mitarbeiter (vgl. Blogartikel „Führungskräfte in der Rollenfindung“).

Unser Fazit

Wenn Sie als Trainer und Coach die Wirtschaftswelt mitgestalten und Menschen begleiten und weiterbilden möchten, finden Sie aktuell eine Fülle von Möglichkeiten und Potentialen.

Gefragt sind ein umfassendes Verständnis für die Bedarfe Ihrer Kunden, ein breit angelegter Methodenkoffer sowie der sichere Umgang mit der virtuellen Welt. Digitale Tools und Apps sind ein Must-Have.

Wenn Sie sich hier gut aufstellen, sichern Sie sich langfristige und umfassende Projekte. Und Sie gewinnen sichtbare Wirkung Ihrer Trainings-Leistung: Ihren persönlichen ROW – Return on Work ;-)

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Sabine Fuelber

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